zahngesundes Naschen

Wie Sie Karies trotz Süßigkeiten vermeiden können

Die Zahngesundheit wird durch Süßigkeiten beeinflusst

Nicht nur das richtige und regelmäßige Zähneputzen trägt zur Zahngesundheit bei, auch eine bewusste Ernährung unterstützt Zähne und Zahnfleisch dabei, gesund zu bleiben. Gerade jetzt  in der Weihnachtszeit stehen Süßigkeiten bei Kindern wie auch bei Erwachsenen hoch im Kurs. Sie schaden am wenigsten, wenn sie zu den Hauptmahlzeiten konsumiert und im Anschluss die Zähne geputzt werden. Denn süße Naschereien enthalten viel Zucker. Je mehr Zucker ein süßer Snack enthält, desto größer ist die Gefahr von Kariesbildung. Bakterien, die direkt im Zahnbelag sitzen, verarbeiten Zucker zu Säuren, die den Zahn angreifen (Entkalkung). Der Zahnschmelz wird porös und die Bakterien können in den Zahn eindringen und ihn zerstören. Kinder sind noch mehr gefährdet, denn es sind die Milchzähne, die eine wesentlich dünnere Schmelzschicht als die späteren bleibenden Zähne haben. Deshalb können sich hier viel eher Löcher bilden.

Erfahren Sie mehr zur Entstehung von Karies in unserer Patienteninfo.

Zahngesundes Naschen

Damit Ihr Kind und auch Sie gesund durch die Weihnachtszeit kommen, haben wir für Sie einige wertvolle Tipps zusammengestellt:

Als kleine Zwischenmahlzeit zwischendurch empfehlen sich Nüsse und Mandeln, denn sie enthalten keinen zahnschädigenden Zucker. Durch das Kauen wird der Speichelfluss angeregt, leichte Belege entfernt und das Zahnfleisch massiert. Selbstverständlich sollten die Nüsse jedoch nicht mit den Zähnen geknackt werden!

Viele Süßigkeiten tragen den Aufdruck „zuckerfrei“. „Zuckerfrei bedeutet aber nicht gleichzeitig, dass das Produkt auch zahnfreundlich ist“, erklärt Zahnarzt Dr. Thomas Perkuhn und fügt hinzu: „Oftmals sind in als zuckerfrei deklarierten Süßigkeiten andere zahnschädigende Süßungsmittel enthalten wie z. B. Fruchtzucker (Fruktose), Traubenzucker (Glukose), Milchzucker (Laktose) oder Malzzucker (Maltose). Achten Sie deshalb beim Kauf süßer Leckereien oder auch bei Kindertees auf das rote Zahnmännchen mit dem Schirm auf der Verpackung. Dieses Symbol wird nur an Produkte vergeben, die weder Karies noch Säureschäden an den Zähnen verursachen. Sie enthalten meist die Zuckeraustauschstoffe Isomalt, Sorbit, Xylit sowie Süßstoffe“.

Ein hohes Kariesrisiko besteht, wenn im Verlauf des Tages fortwährend etwas Süßes gegessen wird oder wenn Süßigkeiten wie beispielsweise Bonbons lange im Mund verbleiben, weil dann immer wieder ein „Säureangriff“ auf die Zähne erfolgt. Zähne brauchen zuckerfreie Zeiten. Lassen Sie Ihr Kind den Schokoladenweihnachtsmann deshalb ruhig auf einmal vernaschen, am besten nach der Hauptmahlzeit. Der Mundspeichel neutralisiert die Säure und der Zahnschmelz regeneriert sich auf natürliche Weise.

Wenn Sie nach einer Mahlzeit keine Möglichkeit zum Zähneputzen haben, empfehlen wir Ihnen einen zuckerfreien Kaugummi. Kaugummi kauen regt die Speichelproduktion an. Der Speichel neutralisiert nach dem Essen oder Trinken die Säuren und remineralisiert den Zahnschmelz.

Denken Sie gerade in Zeiten großer Naschphasen an ein wirklich sorgsames Zähneputzen – bei Ihrem Kind und sich selbst. Damit bieten Sie den Zähnen einen effektiven Schutz. Nach dem Genuss von Obst oder säurehaltigen Getränken sollten Sie etwa eine halbe Stunde mit dem Zähneputzen warten, weil die Säure den Zahnschmelz aufraut und dieser dann durch das unmittelbare Putzen zusätzlich gefährdet wäre.

Am besten nach den Festtagen zur Prophylaxe!

Der beste Schutz für die Zähne Ihrer Familie ist neben der häuslichen Zahnpflege die regelmäßige Prophylaxe mit professioneller Zahnreinigung – besonders auch bei Kindern. Mit regelmäßigen Reinigungen werden die Zähne gesund gehalten und Beläge in schwer zugänglichen Stellen entfernt, die Ihr Kind oder Sie nicht säubern konnten. Die Statistik zeigt, dass Kinder mit gesunden Milchzähnen später weniger oder kaum an Karies erkranken.

Vereinbaren Sie am besten noch heute Ihre Prophylaxetermine mit uns.

Eine schöne Advents- und Weihnachtszeit wünscht Ihnen
das Team der Zahnarztpraxis Dr. Thomas Perkuhn


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