Wie sich Mund- und Zahngesundheit gegenseitig beeinflussen

Wussten Sie, dass sich bis zu 500 verschiedene Bakterienarten im Zahnbelag tummeln können? Nicht alle davon sind schädlich für Ihr Zahnfleisch. Aber wenn Zahnbelag nicht regelmäßig entfernt wird und der „Bakterienteppich“ von Tag zu Tag dicker wird, können sich schädliche Erreger vermehren und ausbreiten. Dringen sie in den Saum zwischen Zahn und Zahnfleisch ein, rufen die Bakterien Entzündungsreaktionen hervor. Wird die Zahnfleischentzündung jetzt nicht behandelt, kann sich die Entzündung auf den gesamten Zahnhalteapparat ausbreiten. Aber nicht nur das: Bakterien, die Ihren Zähnen und Ihrem Zahnfleisch schaden, können auch negative Auswirkungen auf andere Organe haben.

Nehmen Sie eine Zahnfleischentzündung ernst

Denn Bakterien breiten sich über Blut- und Lymphbahnen in andere Körperregionen aus! Weil Zähne in den Blutkreislauf und den Stoffwechsel des Körpers mit einbezogen sind, wirken sie auch auf ihn zurück. Die Parodontitis (umgangssprachlich oft Parodontose genannt) wird so zu einer schleichenden Gefahr für Ihren gesamten Körper. Dazu einige Zahlen aus wissenschaftlichen Studien, die Ihnen und uns zu denken geben sollten:

  • Bei einer ausgeprägten Parodontitis liegt das Risiko für einen Herzinfarkt um den Faktor 1,5 bis 1,9 höher als bei Menschen mit einem gesunden Zahnbett,
  • für einen Schlaganfall um das 2,8-fache höher und
  • für untergewichtige Frühgeburten um den Faktor 7,5 höher, wenn in der Schwangerschaft eine Parodontitis besteht.
  • Bei Diabetikern mit schlecht eingestelltem Blutzucker erhöht sich das Risiko an einer Parodontitis zu erkranken um das 3-fache gegenüber Gesunden. Umgekehrt kann die Parodontitis die Einstellung des Blutzuckers bei Diabetikern deutlich erschweren und damit den Verlauf der Zuckerkrankheit verschlechtern.

Lesen Sie hier mehr zu den gefährlichen Wechselbeziehungen von Zahngesundheit und Allgemeingesundheit.

Beugen Sie mit konsequenter Vorsorge einer Parodontitis vor

Dank besserer Zahnhygiene, die eine optimierte Entfernung der Zahnbeläge ermöglicht hat, haben selbst ältere Menschen immer länger ihre natürlichen Zähne. Was einerseits eine sehr positive Entwicklung darstellt, ist allerdings auch mit dem vermehrten Auftreten von typischen Alterserkrankungen, wie z.B. der Parodontose, verbunden. Wussten Sie, dass die Parodontitis häufiger zum Zahnverlust führt als Karies? Eine gute Prophylaxe ist sicherlich die beste Basis, um bereits die Entstehung einer Parodontose zu verhindern. Eine gründliche und vor allem regelmäßige Zahnreinigung und -hygiene zu Hause ist die Grundvoraussetzung dafür – diese haben Sie selbst in der Hand. Regelmäßige Kontrollbesuche in unserer Praxis, die Inanspruchnahme der professionellen Zahnreinigung sowie eine zahngesunde Ernährung sind weitere wesentliche Maßnahmen, Ihre Zähne gesund zu erhalten und Risiken für die Allgemeingesundheit zu vermeiden. Sprechen Sie mit uns darüber! Wir beraten Sie gerne!

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